Der GPMS Newsletter - Ausgabe Juli 2010
In dieser Ausgabe...
Die internationale PM-Community
Neues aus dem WEB
Methoden, Trends und Arbeitshilfen
GPMS aktuell
… und noch etwas zum Lächeln
Die internationale PM-Community
Universitätslehrgang Projekt- und Prozessmanagement
Keine Frage, modernes Projektmanagement ist eine der wichtigsten beruflichen Querschnittskompetenzen. Die EURAC education in Bozen bietet deswegen ab September 2010 einen Universitätslehrgang Projekt- und Prozessmanagement mit akademischem Abschluss an. Universitärer Partner ist die SMBS in Salzburg. Die Teilnehmer aus den letzten Jahren schwärmen von der ausgewogenen Mischung zwischen Praxisbezug und fundierter Theorie. Der Abschluss befähigt auch, gleich im Anschluss eine der international anerkannten PM-Zertifizierungen zu erhalten.
Standardisierung von Projektmanagement-Methoden
Das Projektmanagement als Methode entstammt dem Ingenieurwesen und wurde von Beginn an fachübergreifend konzipiert und weiterentwickelt. Wesentliche Begriffe und elementare Techniken wurden in deutschen Normen definiert: DIN 69901 bis 69905. Für das Qualitätsmanagement in Projekten steht die internationale Norm ISO 10006:2003 zur Verfügung. Weiter existieren viele fachspezifische Methoden-Standards mit Regelungen zum Projektmanagement. Die fachübergreifende Standardisierung von Projektmanagement-Methoden in Form umfassender Methodenkatalog wurde von mehreren internationalen Gremien vorangetrieben. Besondere Verbreitung haben insbesondere drei Standards erlangt:
Project Management Body of Knowledge (PMBOK)
PMBOK ist eine umfangreiche Sammlung von Projektmanagementmethoden, die vom US-amerikanischen Project Management Institute (PMI) herausgegeben und gepflegt wird. PMBOK beschreibt 42 Einzelprozesse (z.B. Collect Requirements, Define Scope, Create WBS …) mit Inputs, Outputs und Werkzeugen/Techniken sowie Wissensgebieten des Projektmanagements (z.B. Project Time Management).
IPMA Competence Baseline (ICB)
Die International Project Managers Association (IPMA) ist eine europäische Initiative zur internationalen Zertifizierung von Projektmanagern; Mitglieder sind 29 nationale Organisationen, u.a. die GPM. Grundlage für die Zertifizierung und das Pendant zum nordamerikanischen PMBOK ist die International Competence Baseline, mit 42 Wissens- und Erfahrungsbereichen, ggfs. erweitert um nationale Bereiche der National Competence Baseline (NCB).
PRojects IN Controlled Environments (PRINCE2)
PRINCE2 wurde wie ITIL von der britischen regierungsnahen Behörde OCG als Best Practice Verfahren entwickelt und abgestimmt. PRINCE2 ist der Standard für Projekte der britischen Regierung, hat sich dort und in den mit Großbritannien besonders verbundenen Ländern durchgesetzt. PRINCE2 ist nicht so umfangreich wie PMBOK, unterstützt dafür aber auch das projektübergreifende Programm-Management.
PM Forum 2010 in Berlin
„mehrWERTprojektmanagement. Chancen zum Wachsen nutzen“, unter diesem Motto steht die größte Projektmanagement-Veranstaltung im deutschsprachigen Raum, welche heuer vom 26.-27. Oktober 2010 in Berlin stattfindet. Vor kurzem ist das Programm dieser Veranstaltung erschienen und kann hier abgerufen werden. ... mehr
Neues aus dem WEB
Wie leite ich kleine Projekte?
Kleine Projekte zeichnen sich durch ein geringes Budget, ein kleines Team und eine kurze Laufzeit von meist nur wenigen Wochen oder Monaten aus. Viele Projektmanagement-Methoden eignen sich für solche Projekte nur bedingt, da der Aufwand, diese einzusetzen, zu groß wäre. Dennoch ist auch bei kleinen Projekten eine sorgfältige Planung wichtig. Welche Methoden sich dafür eignen, zeigt dieses projektmagazin Spotlight. Sie erhalten u.a. Tipps zur Auftragsklärung und erfahren, wie Sie Termine, Ressourcen und Kosten im Überblick behalten. mehr...
(Dieses Spotlight ist nur im Jahres-Abo frei zugänglich. In einer GPMS Mitgliedschaft ist das Jahres-Abo des projektmagazin jedoch enthalten.)
Der GPM Projekt Atlas
Im Rahmen vieler Fachgespräche unter Projektmanagern der GPM und IPMA ist im Umfeld um Klaus Pannenbäcker erstmals eine visuelle Darstellung der Methoden im Projektmanagement und deren wesentlichen Vernetzungen untereinander entstanden. Diese „PM-Themenlandkarte“ wird oft auch als „Projektatlas“ bezeichnet und bietet einen interessanten Überblick. (mehr...)
Methoden, Trends und Arbeitshilfen
SMART-Regel
Für die Formulierung von Zielen bewährt sich die sogenannte SMART-Regel immer wieder. SMART steht dabei für:
Specific – Measurable – Achievable - Relevant – Timely.
Spezifisch:
Ein Ziel ist kein vager Wunsch: ein Ziel ist konkret, eindeutig und präzise - also ohne Interpretationsspielraum – formuliert.
Messbar:
Sie müssen anschließend überprüfen können, ob das Ziel erreicht wurde. Oft ist ein Ziel längerfristig angelegt, dann ist es notwendig, Meilensteine einzuplanen, das große Ziel in verdauliche Teilziele zu zerlegen. Damit halten Sie sich selbst und Ihre Mitarbeiter bei der Stange, können Sie frühzeitig Abweichungen vom Plan feststellen und rechtzeitig(!) eine Kurskorrektur vornehmen.
Akzeptiert, Aktionsorientiert:
Besonders, wenn Sie im Team arbeiten, ist der Aspekt der Akzeptanz wesentlich. Es genügt nicht, dass Sie mit der Zielerreichung positive Bilder verbinden, das Ziel muss auch unter den anderen Team-Mitgliedern bzw. unter den Mitarbeitern/innen akzeptiert sein, darf also zumindest ihren persönlichen Ziel- und Wertevorstellungen nicht widersprechen.
Realistisch:
Sie können sich durchaus hohe Ziele stecken, wir sollten uns sogar Ziele stecken, die uns fordern – allerdings nicht überfordern. Sie müssen also erreichbar sein, sonst ist der Frust vorprogrammiert und das berühmte alles Planen ist sowieso für die Katz, es kommt eh immer anders ist die Folge.
Terminierbar:
Zu Zielen gehören klare Zeitangaben hinsichtlich Dauer und Zwischenterminen. Bis wann ist welches Teilziel erreicht?
Planen - Kontrollieren - Korrigieren:
Ziele SMART zu definieren hilft, rechtzeitig Abweichungen festzustellen und unterstützt bei einer strukturierten Reflexion von Fehlentwicklungen.
Das schrittweise Zerlegen in Aktionsschritte und Meilensteine erleichtert das Herausfiltern jener Schritte, die nicht zum gewünschten Erfolg geführt haben und schützt vor Überforderung.
22 Minute Meeting
30 Minuten. Meistens die Standard-Dauer von Besprechungen. Sie hat zur Folge, dass so manche Besprechung länger dauert als nötig und außerdem danach die Zeit fehlt, pünktlich zur nächsten Besprechung zu erscheinen, weil diese ebenfalls wieder auf einer 30-Minuten-Grenze liegt. Nicole Steinbok hat sich dafür eine Lösung ausgedacht und präsentiert sie in folgendem (englischsprachigen) Video.
Ein 22 Minuten Meeting ist der beste Weg zu einem effizienten Meeting für Sie und alle anderen Teilnehmer. Mehr Infos gibt es hier mit Klick auf dem Bild.
GPMS aktuell
Die PM-Schmiede: DAS regionale internationale PM Event in Tirol
Die GPMS organisiert in Zusammenarbeit mit der EGOS - The education company die PM-Schmiede am 10./11. November 2010.
Das Konzept - „Weniger reden, mehr tun“ ging 2009 voll auf. Nach sehr guten Rückmeldungen der Teilnehmer haben wir auch in diesem Jahr namhafte Referenten für die Veranstaltung gewinnen können, darunter: Klaus Doppler, Autor des Standardwerks zum Change Management (Change und Organisationsentwicklung); Prof. Olaf Geramanis (Vertrauen im Team), Rolf Czichos (Autor von Change Management und Führungskräfte-Coach) und Prof. Dr. Kurt Buchinger (Change und Supervision). Die PM-Schmiede wird auch in diesem Jahr wieder halten, was sie verspricht: Klein und fein.
Durch die Zusammenarbeit verschiedener Berater, Projektmanager und wissenschaftlicher Experten werden geballte Fähigkeiten, in Form eines 2-tägigen Workshops, zu Handlungskompetenz, Organisationswissen und praxistauglichen Werkzeugen, veredelt.
Fokussiert ist die pmSCHMIEDE auf gemeinsames Erarbeiten von Lösungen, folglich haben wir Impulsvorträge, Gruppen- und Einzelarbeiten, Präsentationen und Diskussionen aktueller Problemstellungen als Basis einer erfolgreichen Entwicklung von Handlungskompetenz, Organisationswissen und praxistauglichen Werkzeugen im Bereich „Soziale Kompetenz“ gewählt.
Herzliche Einladung an Alle!
Hier geht es zur Internetseite der Konferenz mit allen Referenten und zur Anmeldung
ACHTUNG: Ab sofort ist die Anmeldung möglich! Begrenzte Teilnehmerzahl 60!
GPMS auf Facebook
Seit einiger Zeit ist die GPMS auch auf Facebook präsent. Jetzt möchten wir auch vermehrt über diese Plattform Veranstaltungen ankündigen und den Austausch zum Thema „Projektmanagement“ in und um Südtirol verstärken. Wer über die Facebook-Gruppe informiert werden möchte kann sich einfach unter info@gpm-suedtirol.info melden und wird dann eingeladen. mehr...
Die nächsten GPMS Termine
pm insight
Donnerstag, 23. Septmber 2010 um 19:00 Uhr
Veränderungskommunikation oder Change Tools: Workshop Intervention für Change Projekte (Clemens Drilling)
Ort wird noch bekanntgegeben
Die nächste Ausgabe des GPMS-Newsletter erscheint im September 2010.


![[[http://education.eurac.edu/courseoffering/BusinessManagement/UL_PPM__11_de.htm]] [[http://education.eurac.edu/courseoffering/BusinessManagement/UL_PPM__11_de.htm]]](/_media/smbs_bild_02.png)