Die Machbarkeitsstudie
Um Fehlinvestitionen zu verhindern, wird bei Zweifeln an der Erreichbarkeit des Projektziels eine Machbarkeitsstudie durchgeführt. Diese soll in erster Linie eventuelle Widersprüche zwischen dem Projektziel und bestehenden Erkenntnissen aufdecken (negativer Machbarkeitsnachweis) oder ähnliche bereits verwirklichte Projektziele recherchieren und benennen (positiver Machbarkeitsnachweis). Nach DIN 69905 lautet der korrekte Begriff für die Machbarkeitsstudie: „Projektstudie“. (Projektmagazin)
Eine Machbarkeitsstudie durchführen
Zu jedem Zeitpunkt oder auch nach Abschluss der Erstellung des Business Case kann eine formale Machbarkeitsstudie beauftragt werden. Ihr Ziel ist es zu beurteilen, wie gut eine mögliche Lösungsalternative die im Business Case beschriebenen Anforderungen realisiert. Die Machbarkeitsstudie macht eine Aussage darüber, ob die vorhergesagten Kosten angemessen, die Lösung erreichbar, die Risiken akzeptabel und voraussehbare Probleme vermeidbar sind.
Wichtig ist, dass zu Beginn der Machbarkeitsstudie genau die Kriterien festgelegt werden, nach denen die Machbarkeit des Untersuchungsgegenstands beurteilt wird.
Machbarkeitsstudie und Risikoanalyse sind eng miteinander verbunden. Anlass für die Machbarkeitsstudie ist stets die Erkenntnis über ein projektgefährdendes Risiko. Umgekehrt liefert die Machbarkeitsstudie die Datengrundlage für ein realistisches Risikomanagement.
Quellen:
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